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DESCRIPTION:Zusammenfassung \nIm Zuge des Klimawandels wird das Wissen &uum
 l\;ber die Dynamik und das r&auml\;umliche Auftreten von abflussgenerieren
 den Prozessen in kleinen Einzugsgebieten zunehmend wichtiger\, um Umweltri
 siken wie &Uuml\;berschwemmungen oder Bodenerosionen zu minimieren. In die
 ser Arbeit wurde der saisonale Einfluss von feuchten und trockenen Vorbedi
 ngungen auf die Grundwasserund Oberfl&auml\;chenabflussgeneration und dere
 n r&auml\;umliche Verteilung im Einzugsgebiet des Sch&auml\;ferbachs (Sch&
 auml\;fertal im Harzgebirge\, Deutschland) w&auml\;hrend und zwischen Nied
 erschlagsereignissen erforscht. Zudem wurde das Auftreten von so genannten
  Hot-Spots der Abflussgeneration untersucht\, welche r&auml\;umlich statio
 n&auml\;re Bereiche darstellen\, die persistent Abfluss generieren. Die ab
 flussgenerierenden Prozesse an der Oberfl&auml\;che und im Untergrund wurd
 en mit einem dreidimensionalen HydroGeoSphere-Modell (HGS-Modell) f&uuml\;
 r das Jahr 2019 und f&uuml\;r vier virtuelle Niederschlagszenarien mit feu
 chten und trockenen Vorbedingungen simuliert. Die simulierten Ereignisabfl
 &uuml\;sse am Auslass des Sch&auml\;fertals wurden anhand der Ergebnisse d
 es HGS-Modells in Grund- und Oberfl&auml\;chenabfluss separiert. Radon-222
  (Radon) wurde zus&auml\;tzlich als nat&uuml\;rlicher radioaktiver Grundwa
 ssertracer kontinuierlich im Sch&auml\;ferbach &uuml\;ber eine Messperiode
  vom 27.05.2019 bis 13.08.2019 gemessen. Anhand der kontinuierlichen Radon
 aktivit&auml\;t wurde der am Auslass des Sch&auml\;fertals gemessene Ereig
 nisabfluss des Niederschlags am 31.07.2019 mit einem linearen Mischungsmod
 ell in Grund- und Oberfl&auml\;chenabfluss separiert. Zudem wurden die pro
 zentualen Anteile von Grund- und Oberfl&auml\;chenwasser am Gesamtvolumen 
 der gemessenen und simulierten Ereignisabfl&uuml\;sse berechnet. Der gemes
 sene Ereignisabfluss am 31.07.2019 diente als Referenz f&uuml\;r die simul
 ierten Niederschlagszenarien mit trockenen Vorbedingungen. Zur Bestimmung 
 der Abflussentwicklung entlang des Sch&auml\;ferbachs bei Trockenwetter wu
 rden die Teilabfl&uuml\;sse mit einem Bromid-Abflusstracerversuch am 28.05
 .2019 bestimmt. Zus&auml\;tzlich wurde Radon entlang des Sch&auml\;ferbach
 s in Abst&auml\;nden von 166 m bis 195 m an insgesamt 5 Tagen zwischen dem
  28.05.2019 und dem 16.12.2019 r&auml\;umlich verteilt gemessen. Dadurch k
 onnten Grundwasserzufl&uuml\;sse in den Sch&auml\;ferbach lokalisiert werd
 en. Die Quantifizierung der Grundwasserzufl&uuml\;sse erfolgte mit der Sof
 tware FiniFlux. Die Ergebnisse des HGS-Modells zeigten\, dass der Grundwas
 seranteil am Ereignisabfluss bei feuchten Vorbedingungen bei 80 % und bei 
 trockenen Vorbedingungen bei 76 % lag. Ein um 2 mm d -1 verringerter virtu
 eller Niederschlag f&uuml\;hrte zu einem Grundwasseranteil von 81 % bei fe
 uchten Vorbedingungen und zu 86 % bei trockenen Vorbedingungen. Die kontin
 uierliche Radonmessung bzw. das lineare Mischungsmodell best&auml\;tigten 
 den &uuml\;berwiegenden Grundwasseranteil am Ereignisabfluss bei trockenen
  Vorbedingungen. Jedoch zeigten die Abflussmessungen und das linearen Misc
 hungsmodell\, anders als das HGS-Modell\, bei trockenen Vorbedingungen ein
 e um 10 Stunden schnellere Abflussreaktion mit einem simultanen Anstieg de
 s Grundwasserabflusses\, welcher den Ereignisspitzenabfluss verursachte. D
 em entgegengesetzt wurden die Ereignisspitzenabfl&uuml\;sse im HGS-Modell 
 sowohl bei trockenen als auch bei feuchten Vorbedingungen durch Oberfl&aum
 l\;chenabfluss erzeugt. Die hohen Grundwasseranteile im Gesamtvolumen des 
 simulierten Ereignisabflusses waren auf eine l&auml\;nger anhaltende Abflu
 ssreaktion des HGS-Modells zur&uuml\;ckzuf&uuml\;hren. Die Abflussreaktion
  des HGS-Modells war bei trockenen Vorbedingungen um ca. 7 Tage l&auml\;ng
 er als die gemessene Abflussreaktion. Der simultan mit der Abflussreaktion
  einsetzende Grundwasserabfluss wurde auf Drainagen zur&uuml\;ckgef&uuml\;
 hrt. Diese befinden sich im oberen Abschnitt des Sch&auml\;ferbachs und wa
 ren im HGS-Modell nicht programmiert. Zudem konnten saisonal charakteristi
 sche r&auml\;umliche Muster der Grund- und Oberfl&auml\;chenabflussgenerat
 ion simuliert werden. Bei feuchten Vorbedingungen f&uuml\;hrten Grundwasse
 raustritte im HGS-Modell zu zus&auml\;tzlichen oberfl&auml\;chenabflussgen
 erierenden Bereichen. Generell korrelierte die r&auml\;umliche Verteilung 
 der Oberfl&auml\;chenabflussgeneration mit den vertikal gering durchl&auml
 \;ssigen oberfl&auml\;chennahen Bodenzonen des HGS-Modells (hydraulische L
 eitf&auml\;higkeiten: 0\,02 m d -1 bis 0\,027 m d -1 ). Bei feuchten Vorbe
 dingungen wurde auf diesen Bodenzonen im HGS-Modell deutlich mehr Oberfl&a
 uml\;chenabfluss als bei trockenen Vorbedingungen generiert. Au&szlig\;erd
 em wurden kleinr&auml\;umige dauerhaft abflussgenerierende Hot-Spots von G
 rundwasserzufl&uuml\;ssen (Drainagen) sowie Oberfl&auml\;chenzufl&uuml\;ss
 e aus Feuchtgebieten anhand der Messungen festgestellt. Die Grundwasserzuf
 l&uuml\;sse an den Hot-Spots nahmen w&auml\;hrend der niederschlagfreien Z
 eit &uuml\;ber den trockenen Sommer 2019 ab. Die Ergebnisse des HGS-Modell
 s zeigten\, dass sich feuchte und trockene Vorbedingungen auf die Dynamik 
 der Grund- und Oberfl&auml\;chenabflussgeneration auswirken und charakteri
 stische r&auml\;umliche Muster verursachen. Jedoch ist die Niederschlagsin
 tensit&auml\;t der entscheidende Faktor f&uuml\;r die Zusammensetzung des 
 Ereignisabflusses aus Grund- und Oberfl&auml\;chenwasser. Abfl&uuml\;sse a
 us Drainagen und Feuchtgebieten zeichneten sich als essentielle Bestandtei
 le der r&auml\;umlichen Verteilung und der Dynamik der Abflussgeneration i
 m Sch&auml\;fertal ab.
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SUMMARY:Philipp Auernheimer: Dynamic and spatial patterns of subsurface and
  surface runoff generation in the Schäferbach catchment.
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